Refugee Voice Belgrade

Als Reaktion auf die zunehmende Repression seitens staatlicher Behörden, haben Refugees aus Belgrad eine facebook Seite erstellt, auf der sie Gedanken, Proteste, Bilder und Informationen mit einer breiteren Öffentlichkeit teilen wollen. Um den Zugang für alle zu ermöglichen, wird von der Seite auf eine Gruppe verwiesen, der alle Menschen, die ein facebook Profil haben beitreten können.

Hier zur facebook Seite.

Ein Jahr nach Keleti

Die Situation für Menschen auf der Flucht in Serbien verschärft sich weiterhin. Da sich diese Woche der erste March of Hope jährt, wird wieder vermehrt über die Balkanroute berichtet. Hier daher eine Zusammenstellung von verschiedenen Berichten über Serbien/die Balkanroute im Allgemeinen, bzw. die Situation an den Grenzen und vor den Transitzonen im Speziellen.

Berichte über Serbien/die Balkanroute

Hier über die Situation in Serbien im Hinblick auf den kommenden Herbst/Winter weiterlesen. (Balkan Insight | En)
Hier ein Überblick über die Situation in Belgrad, Kelebija und Horgos. (Are You Syrious | En)
Hier ein kurzer Abriss über die Situation auf der Balkanroute von Griechenland bis Österreich (Zeit Online)

Berichte über die Situation vor den Transitzonen

Hier ein etwas ausführlicherer Bericht über Horgos (Spiegel Online).
Und hier ein weiterer Bericht (Zeit Online).

Berichte über die Grenzpatrouillen und Push-Backs Richtung Bulgarien und Mazedonien.

Seit etwas über einem Monat praktiziert Serbien ebenfalls verschärfte Grenzpatrouillen an den Südgrenzen zu Bulgarien und Mazedonien. Seit dem 22. Juli sind mehr als 5000 Menschen zurückgepusht worden. Im Gegensatz zur Serbisch-Ungarischen Grenze stehen die Südgrenzen nicht im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. Daher gibt es nur wenige Artikel, die die Situation abdecken.

Hier ein Bericht über die Grenzpatrouillen (RTS | Serbisch).
Hier ein Artikel über einen 20 Jährigen Mann aus Afghanistan, der an der Grenze zu Bulgarien erschossen wurde (DW | En).
Hier ein weiterer Artikel über den Todesfall (Balkan Insight | En).

“Refugee behind the Closed Border”

A couple of people who are living in the border zone set up a self-organized facebook page that is covering reports from people who are stuck at the Serbo-Hungarian border.
The page gives access to an insight perspective about the conditions of daily life and struggles inside the unofficial camps at the Hungarian border fence.

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Pro Asyl: Misshandlungen und brutales Zurückdrängen an der Grenze

29.07.2016

HRW (Human Rights Watch) berichtet, dass Schutzsuchende, die irregulär die Grenze nach Ungarn überquert hatten, ohne Prüfung ihrer Schutzbedürftigkeit gewaltsam nach Serbien zurückverbracht worden seien. Insgesamt befragte die Organisation 41 Schutzsuchende, NGO- und UNHCR-Mitarbeitende, Anwält*innen, Aktivist*innen und Beamte des Ungarischen Büros für Einwanderung und Nationalität (OIN). Unter den Befragten waren 12 Schutzsuchende – darunter auch Frauen und Kinder –, die auf ungarischem Territorium bei dem Versuch aufgegriffen wurden, irregulär einzureisen. Die Betroffenen berichteten, von Beamten brutal geschlagen, misshandelt und zurück nach Serbien verbracht worden zu sein. Es seien sogar Hunde auf sie losgelassen worden, Beamte hätten sie getreten und mit Stöcken und Fäusten geschlagen.

“Gestrandet im Niemandsland”

01.08.2016 | taz.de

Die Stimmung im „Niemandsland“ am ungarisch-serbischen Grenzübergang Röszke ist noch gedrückter als sonst. Hunderte Flüchtlinge kampieren hier an dem Grenzzaun in einem Zeltlager. Die provisorischen Unterkünfte schützen nicht – weder vor der sengenden Hitze noch vor sintflutartigen Regenfällen.

Einige der Flüchtlinge haben einen Hungerstreik hinter sich, diesen aber in der vergangenen Woche abgebrochen. Mit ihrer Aktion wollten sie gegen die Flüchtlingspolitik der ungarischen Regierung protestieren, die auf Abschottung setzt.

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Migrants in Serbia on Hunger Strike

About 150 people decided to go on Hunger Strike and marched towards the Hungarian Border demanding to enter the EU. The Hunger Strike lasted for 5 days, from July 25 until July 29. After facing severe health risks some of the strikers were brought to a Hospital and the strikers ended their protest albeit there was no response given  by Hungarian or EU authorities. Most of the strikers are now in a camp in Banja Koviljaca, on the Bosnian Border.

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No Border Serbia also published an interview with one of the Hunger Strikers on July 29.

You know, its a global issue, the issue of refugees, there are now 3800 refugees here in Serbia, most of them are in the parks and in the streets, most of them covering somewhere, and many of them they live in camps, they have applied for asylum and they are waiting. In a legal process that is initiated by the Hungarian government on daily bases they receive 15 people from Horgoš camp and 15 people from Kelebija. To the issue of entering is very much slow when looking at the huge number of refugees although there is tough security system in Bulgaria and over here at the Hungarian border as well.

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Serbia announces Joint Venture of Police and Military to Guard Southern Borders

18.07.2016 | b92

As a reponse to the recent legal changes in Hungary that legalizes the push back of thousands of people, Serbia’s President Vucic announces a joint venture of Police and Military to Guard the Southern Borders to Macedonia and Bulgaria.

They will “jointly execute tasks in preventing the illegal entry of migrants from Bulgaria and Macedonia, and bring to justice human traffickers operating on Serbian soil.”

The Security Service Coordination Bureau forwarded this proposal to Serbian President Tomislav Nikolic.

After the meeting of the Bureau on Saturday, Prime Minister Aleksandar Vucic said that the main topics were “the events in Turkey, the migrant crisis and its consequences for security, legal order and economic future of Serbia, situation in the region, terrorism and its prevention, and the way to counter possible terror acts.”

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critical reports and analysis about serbia as a country of transit and origin